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Dienstag, Januar 02, 2007

Neues vom Schrottplatz?

Stellen Sie sich einmal vor, da bringt ein beliebiger Hersteller einen weiteren MP3-Player auf den Markt. Und dieses Ding läuft nur mit einer einzigen, ganz speziellen Software. Na gut, werden Sie sagen, das macht Apple® mit seinem IPod® doch auch. Aber es kommt noch besser: Das neue Ding lässt sich überhaupt nur mit dem Computer verbinden, wenn man sich in dem vom Player erwarteten Land befindet - dieses wird gar über das Internet u.a. verifiziert. Auch wird Musik mit Kopierschutz eines anderen Anbieters nicht abgespielt. Diejenigen Musikstücke mit dem 'eigenen' Kopierschutz jedoch kann man kaufen - per Abonnement für zunächst EUR 11,50 im Monat. Endet das Abonnement, ist die Musik futsch. Denn Sicherungskopien über das Abonnementsende hinaus lässt die Software nicht zu.

Reichen Ihnen diese Einschränkungen schon oder hätten Sie gerne noch mehr? Dieser Player hat eine WLAN-Funktion. Mit ihr könnte man theoretisch ohne Kabelverbindung Lieder auf den PC oder andere Geräte übertragen. Sie bezahlen zwar für diese Funktion, dürfen sie aber nicht frei nutzen. Denn per WLAN empfangene Lieder dürfen Sie nur dreimal und längstens innerhalb eines Zeitfensters von drei Tagen anhören. Diese Beschränkung gilt übrigens für jede per WLAN übertragene Musikdatei - selbst wenn Sie den ersten Schrei Ihres Sohnes oder Ihrer Tochter auf den MP3-Player übertragen haben, verfällt Ihre Erlaubnis zum Anhören desselben nach dreimaligen Hören oder drei Tagen.

Nun fragen Sie sich, wer denn sowas noch kauft. Ich habe keine Ahnung. Wer so etwas herzustellen wagt, kann ich Ihnen dagegen sagen: Microsoft® mit dem neuen 'Zune®'.

Nachtrag und Endnote: Bill Gates, welcher doch irgendwie immer noch Chef der Garagen-Schmiede Microsoft ist, sagte gegenüber dem Betreiber von 'techcrunch.com', dass das Binden der Kopie an ein bestimmtes Endgerät nicht akzeptabel wäre. Sein Rat: "Leute sollten CD's kaufen und sie rippen - das ist legal." Doch gleichzeitig lassen sich erstmalig mit dem Mediaplayers ab Version 11 keine via Internet gekauften 'DRM'-kopiergeschützte Musikstücke mehr sichern. So sind beispielweise nach einer Neuinstallation des Betriebssystems alle im Internet gekauften Lizenzen verloren.

[Quelle: Computerbild 24/2006 & 01/2007]


(!! WEGEN ABMAHNUNGEN WERDEN HERSTELLER UND PROGRAMMBEZEICHNUNGEN NICHT MEHR NAMENTLICH GENANNT !!)

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