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Dienstag, November 20, 2007

'Beraten und verkauft' - Vorsicht vor Providern mit Minimalservice


So ist das mit den favorite partners: Erst lobt man sie jahrelang über den grünen Klee, zieht Freunde und Verwandte heran und dann werden dort die Abläufe optimiert oder Mitarbeiter eingespart oder wer weiß was gemacht, um ein glänzend geführtes Unternehmen in die Schublade 'Hinterhofwerkstatt' rutschen zu lassen. Wobei dies auch eine Beleidigung für die vielen hervorragend arbeitenden kleinen Betriebe sein könnte. Denn dieser Höker, welcher Telephonie- und Internetdienstleistungen verkauft, mutierte von einem Unternehmen mit dereinst hervorragenden Service zu einem mit einen von mir als miserabel empfundenen Service.

Beispiele? Ich bekomme kaum noch eine Anfrage vollständig beantwortet. Sobald mehr als ein Aspekt eines Problems angesprochen wird, scheinen außer dem ersten alle weiteren ignoriert zu werden. Nachfragen werden gar nicht oder auch wiederum nur halb beantwortet. Und ich denke nicht, dass ich so komplizierte Briefe schreibe - immer schön strukturiert und ggf. der Übersichtlichkeit wegen mit Aufzählungen versehen (Frage 1: ..., Frage 2: ...). Eine seit Monaten laufende und schriftlich bestätigte Vertragsänderung für DSL wurde nicht wiedergefunden - ein Mitarbeiter teilte mir schriftlich mit, es gäbe keinen Antrag auf Vertragsumstellung. Der Support bittet mich nach einfach zu lösenden Anfragen stets in einer Online-Umfrage detailliert um Auskünfte zu meiner Kundenzufriedenheit - nach unbrauchbaren Antworten des Supports wurde ich noch nie um meine Meinung gebeten. Also wissen diese Heinis genau, wann sie gut supporten und wann nicht.

1und1 schließt unzeitgemäße 2-Jahresverträge ab. In einen solchen beantragte ich die Änderung von DSL 1000 auf DSL 16000. Doch mit der gelieferten Geschwindigkeit bin ich im Gegensatz zu 1und1 nicht zufrieden. Ich weiß, was Sie jetzt sagen, es ist ein theoretischer Maximalwert, der fast nie erreicht wird und man dann schon das nehmen muss, was man kriegt. Schon richtig. Aber ich habe DSL 3000 bekommen - an guten Tagen. Oft kommt nicht mehr als DSL 2800 an. Und 1und1 korrigiert diesen Vertrag nicht einmal auf DSL 6000, geschweige dann 3000. Nein, ich zahle für DSL 16000 und bin damit die längste Zeit 1und1-Kunde gewesen. Immerhin gut 8 Jahre - mit der durch die letzte Vertragsänderung bedingten erneuten Fesselung 10 Jahre. Aber andere Anbieter haben auch schöne Produkte, oder gar schönere ohne 2-Jahresbindung. Und das große Plus dieses Anbieters - sein prima Service - ist verspielt. Wozu also bleiben?

Nun, diese Webseite läuft auch noch über diesen Anbieter. Aber ein Wechsel wäre auch die Gelegenheit, mit der Domain in die kostengünstigere USA umzuziehen. Schade das ganze - es hätte eine lebenslange Bindung werden können...


PS. In der Computerbild 24/2007 beschreibt ein Leser ein identisches DSL-Problem mit 1und1 - und die Redaktion sagt hierzu: "Interessant ist, dass 1&1 Ihnen dennoch einen DSL 16000-Tarif verkauft hat. Da 1&1 aber nur von 'bis zu 16000' spricht und im Kleingedruckten keine Mindestgeschwindigkeit garantiert, werden rechtliche Schritte schwierig. Bitten Sie Ihren Anbieter doch um einen günstigeren Tarif." Hab' ich ja. Bin aber beraten und verkauft.


Nachtrag vom 23.11.07: 1und1 sandte mir die erste Rechnung . Diese "Sammelrechnung" ist derart unverständlich, dass ich vorsorglich Widerspruch einlegen musste: Es schien, als hätte 1und1 aus einem Vertrag deren drei gemacht - einen für DSL, eine separate Telefonflat und einen für einen weiteren Webspace, der bisher als Inklusivdomain kostenlos im Vertrag enthalten war. So ein schriftlicher Kontakt zu 1und 1 ist kompliziert: Auf der Rechnung steht nur die Online-Adresse eines Kontaktformulars. Sie bekommen keine direkt zu kontaktierende Emailadresse. Dieses Formular erreicht man erst nach dem Durchlesen und Durchklicken mehrerer Hilfeseiten. Mit dem Absenden des Formulars erhält man KEINE Kopie zugemailt. Sie haben also keinerlei Nachweis über den gemailten Inhalt - hier ist es immerhin ein Widerspruch. Ich bin friedliebend - deshalb hoffe ich diesmal auf eine schnelle und vollständige Bearbeitung. Wir werden sehen...

Nachtrag vom 23.12.2007: Als Weihnachtsgeschenk erhielt ich nun von 1und1 nun die erste 'normale' Monatsabrechnung, die sogar fast korrekt war. Der einzige Fehler: 1und1 listete zwei über die zum Vertrag gehörige Handykarte geführte Verbindungen, die ich nicht geführt habe und nicht geführt haben kann - denn die Handykarte ist noch unbenutzt, noch in dem Plastikdings eingebunden, mit dem sie ausgeliefert wird. Das läßt Böses erahnen...
(Ich erhebe 1und1 hiermit feierlich in den Stand eines 'Webpiraten' - siehe Label)

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