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Freitag, Februar 01, 2008

EnBW Online-Voting startet heute


[Trigami-Review]

Es ist nicht mehr selbstverständlich, das Haus oder die Wohnung 24 Stunden am Tag warm zu halten oder einen Teil des Hauses voll auszuleuchten. Energie ist für viele fast unbezahlbar geworden. Für diese Menschen sind Einsparungen eine Notwendigkeit, doch leiden letztlich alle unter den Energiekosten und schränken sich entsprechend ein. Selbst Vermögens-Millionäre, die ich um viele Ecken kenne, passen sich an.

Worum geht's? Es ist ein Wettbewerb (EnBW Energie-Impulse) und ein Gewinnspiel. Jeder, der online votet, nimmt an der Verlosung des Energieversorgers Energie Baden-Württemberg AG teil. Das man auf diese Weise etwas gewinnen kann, ist ja ganz nett. Spannender sind jedoch die 5-Minuten Filme zum Themenbereich Energiesparen, welche von Familien und Schulklassen der Stufen 5 bis 8 seit dem letzten September eingereicht wurden und nun zur Bewertung stehen.

Es sind gruselig schlechte Beiträge dabei, grelle und besinnliche, gähnend langweilige und fast perfekt gemachte Info-Sendungen. Die Bandbreite ist riesig. Wer sich für das Energiesparen interessiert, wird von den besseren Kurzfilmen auf unterhaltsame Weise mit Infos versorgt. Über das Voting erhält der Gewinner schließlich einen 'Zuschauerpreis'.

So gut die Idee derartiger Wettbewerbe auch ist - die Umsetzung muss stimmen. Mir missfällt die Position, welche der Energieversorger durch seine Art des Auftritts in diesem Wettbewerb einnimmt. Er verkauft sich falsch. Anstatt EnBW als Motor des Energiesparens zu präsentieren und vorzugeben, möglichst viele Menschen im Lande darauf aufmerksam machen und einbinden zu wollen und dieses - auch in diesen Wettbewerb - in den Vordergrund zu stellen, ist man bei EnBW über die Idee des Wettbewerbs selbst scheinbar so begeistert, dass dieser - ohne eine eigene Motivation zu vermitteln - in den Vordergrund geschoben wird. Ein Wettbewerb des Wettbewerbes wegen? Das kann's doch nicht sein. Hierzu gäbe es vieles zu sagen, zu denken - viel Arbeit für Marketingleute.

Auch macht so ein Wettbewerb nur Sinn, wenn der Veranstalter glaubhaft machen kann, dass innovative Ideen aus den Wettbewerbsbeiträgen letztlich in das Marketing des Unternehmens einfließen. Sonst ist es einmal mehr nur ein Wettbewerb des Wettbewerbs wegen mit dem durchschaubaren Ziel, den eigenen Bekanntheitsgrad und die Marktposition zu festigen.

Als chaotisch empfinde ich letztlich die Besucherführung auf der Webseite. Es stehen beispielsweise unter Kundenwettbewerb EnBW- Energie- Impulse insgesamt 31 Menüpunkte in vier Menüs zur Auswahl - links, rechts, oben und unten. Das verwirrt denjenigen, welcher dort neu ist und sich schnell orientieren möchte. Dazu scheinen die Menüpunkte mehrfach vorhanden zu sein und gelegentlich zu verschwinden - wenn man die Orientierungsleiste für ein Menü hält, da sich deren Einträge anklicken lassen. Weniger ist mehr. Und: Eine klare Struktur der zum Wettbewerb gehörigen Seiten fehlt.

So oder so - woll'n wir wählen gehen? Für uns gibt es einen Ipod Nano und Kinogutscheine zu gewinnen...


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