Smaller well translated English version
Automatic translation with Google-Translate
Traduction automatique avec Google-Translate
Klick schließt Menü
ChinNow.net Mini-Statistik:

Unsere Besucher halten die Site am Leben.

Grenzwerte aktiver Besucher:

Maximum Minimum
318 2

www.ChinNow.net
30 Besucher aktiv
Open All Night

Language:Google-english
Langue:Google-francaise

Startseite (home)
Werbung
Nutzungsbedingungen
Impressum

ChinNow.net - seit 2000 online

Freitag, März 28, 2008

"LIDL" spioniert Mitarbeiter und Kunden aus

Vom Toilettengang bis hin zu amourösen Beziehungen - LIDL will's wissen. Und wohl weil es zu peinlich wäre, die Mitarbeiter direkt zu befragen, wertet das Unternehmen Kamerabilder aus. Und zwar nicht nur diejenigen, welche zum Überführen von Ladendieben gedacht waren, sondern auch weitere, in Umkleideräumen und Fluren installierte Hochleistungskameras. Offenbar unterscheidet die Unternehmensführung nur unwesentlich zwischen Mitarbeitern und Strauchdieben - wie sonst sollte sie auf die Idee kommen, die Datenschutzgesetze in derart zu ignorieren?

Ziel des Observierens und Analysierens war zum einen der Kunde beim Eingeben seiner Geheimzahl an der Kasse [Quelle: WeltOnline 27.3.08] , zum anderen der Mitarbeiter in allem Tun und Lassen. So wurden nach Angabe einiger Quellen nicht nur Bilder, sondern auch Gespräche aufgezeichnet. Man suchte das Böse, sprich "introvertiert und naiv" wirkende Mitarbeiter, Verliebte und Mehrfach-Toilettengänger. Der Schwerpunkt lag in Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Berlin und Schleswig-Holstein. Aber es ist wohl nicht zu weit hergeholt, anzunehmen, dass in den anderen Bundesländern die technischen Voraussetzungen noch nicht weit genug gediehen waren. Der Bundesdatenschutzbeauftragte der Bundesregierung und VerDi kritisierten, bedauerten und verurteilten den Vorgang - und das war es auch schon. Jedenfalls sind explizite juristische Schritte trotz dieser emotionalen Bekenntnis offenbar wenig erfolgsversprechend oder wenigstens derzeit noch nicht angedacht. Denn durch diese Überwachung entsteht nur eine immaterielle Beeinträchtigung des Persönlichkeitsrechts. Und solange die "LIDL"-Führung ihre Videos nicht öffentlich macht, ist nach Ansicht vieler Richter noch nichts passiert. Klagen darf offenbar nur ein betroffener Mitarbeiter - nicht jedoch eine Gewerkschaft oder gar die Staatsanwaltschaft, wie es beispielsweise bei Fahrerflucht praktiziert wird.

Dieses Dilemma legt einmal mehr die völlige Unfähigkeit der gesetzgebenden Politiker bloß, welche derartige Lücken zulassen. So kann "LIDL" & Co auch weiterhin schalten und walten, den Rechtsstaat mit Füssen treten - denn außer einem Imageverlust passiert ihnen: Nichts.

Der Schnüffel-Discounter "LIDL" [O-Ton ZDF-Heute-Journal] erklärt übrigens, dass diese Protokolle "nicht der Mitarbeiterüberwachung, sondern der Feststellung eventuellen Fehlverhaltens dienen". Von denjenigen, welche die Protokollen die Privatsphäre betreffen, distanziert sich das Unternehmen immerhin nachträglich. Also bedauern wir mit. Und machen einen Bogen um "LIDL". Und erwähnen diesen Laden gar nur noch in Gänsefüßchen - wenn wir ihn denn wieder einmal nennen müssen. Wie schon seit Jahrzehnten die "BILD"-Zeitung...

Labels:



0 Kommentar(e):

Kommentar veröffentlichen

Links zu diesem Post:

Link erstellen

<< Letzte 5 Blog-Eintraege aus verschiedenen Kategorien (Labels) anzeigen