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Donnerstag, Mai 01, 2008

Verschlüsseltes WLAN-Netzwerk über FritzBox unter WindowsXP einrichten

Man kann nicht sagen, dass es ein Kinderspiel ist, mit zwanzig Jahren PC-Erfahrung ein WLAN-Netzwerk einzurichten. Wenn man als Client zum FitzBox-Router nicht gerade den hervorragenden FritzBox USB-Stick verwendet, der alle Verbindungsparameter automatisch erkennt, kann man in den diversen Einstellungsmenüs unzählige Fehler machen - und dann geht nichts mehr.

Ich hatte noch einen alten 'freeControl USB WLAN-Adapter', der nach Standard 802.11b funkt. Und über diesen versuchte ich, auf meine Netzwerkrechner zuzugreifen und ins Internet zu gehen - doch zunächst ohne Erfolg. Über's Googeln fand ich keine brauchbaren Hinweise - darum folgt hier nun die Lösung als detaillierte Anleitung (die Beschreibung bezieht sich zwar auf die FritzBox - andere WLAN-Router werden jedoch auf ähnliche Weise eingestellt). Kommentare, Korrekturen und Verbesserungsvorschläge sind mir willkommen. Es ist übrigens unerlässlich, zum Einrichten des WLAN DSL-Routers ggf. eine provisorische LAN-Kabelverbindung zu einen Rechner herzustellen.

Also durchatmen - und los geht's:

1. Kostenlose Software 'Network Stumbler' aus dem Internet herunterladen

...und installieren und aufrufen. Unter dem Hauptmenü-Punkt 'DEVICE' muss Ihr WLAN-Adapter gelistet sein. Sind dort mehrere Adapter gelistet, weil Sie schon mal andere auf Ihrem Rechner installiert hatten, aktivieren Sie durch Anklicken des Menüpunkts denjenigen Adapter, wonach im unteren Hauptfenster möglicherweise ein oder mehrere Funknetzwerke gelistet werden - sofern vorhanden. Wenn dem so ist: Beachten Sie die genutzten Kanäle (Spanne 1 bis 13) fremder Funknetzwerke. Es sollten im Idealfall 5 Kanäle Abstand zu den anderen Netzwerken eingehalten werden, um gegenseitige Störungen zu vermeiden. Im schlechtesten Fall wäre ein Verbindungsaufbau nicht möglich. Berücksichtigen Sie bei der Entscheidung für einen Kanal zudem, dass viele ältere Clients nur die Kanäle 1 bis 10 verwenden können. Funkt Ihr Nachbar beispielsweise auf 6, böte sich 1 an. Funkt er auf 4, nehmen Sie 10. Funken mehrere auf verschiedenen Kanälen, entscheiden Sie sich für den am wenigsten frequentierten Bereich. Eingestellt wird hier noch nichts - nur die Nachbarkanäle ausgelesen. Schließen Sie hiernach unbedingt das Programm, weil ansonsten ebenfalls kein Verbindungsaufbau nach dem Beenden der Konfiguration möglich wäre.

2.0 FritzBox -Router einrichten

(hier Modell Surf&Phone 7050 mit neuester Firmware - andere FritzBox'n ähnlich): Gehen Sie in das Setup Ihres Routers. Dort geht's weiter wie folgt:

2.1 'EINSTELLUNGEN/ WLAN/ MONITOR':

Bis der USB-Client wenigstens einmal vom FritzBox-Router erkannt und unter 'Netzwerkgeräte' gelistet wurde, muss der folgende Punkt aktiviert werden: "WLAN-Zugang beschränken (MAC-Address-Filter)/ Neue WLAN-Netzwerkgeräte zulassen".
Sobald Ihr WLAN-Client (meist Notebook oder USB-Stick) einmal erkannt wurde und gelistet ist, wird hier der folgende Punkt aktiviert: "WLAN-Zugang beschränken (MAC-Address-Filter)/ Keine neuen WLAN-Netzwerkgeräte zulassen"

2.2 'EINSTELLUNGEN/ WLAN/ FUNKEINSTELLUNGEN':

Hier nehmen Sie die Einstellungen für das kabellose Funknetz (WLAN) vor:
  • Einen Haken vor 'WLAN aktivieren'.
  • Den oben als wenig frequentiert ermittelten Funkkanal eintragen.
  • Einen Namen für das Funknetzes (SSID) vergeben. Dieser muss später auch für den WLAN-Client genommen werden.
  • Sendeleistung vorerst auf 100% einstellen. Wenn alles funktioniert, können Sie diesen Wert reduzieren, um die gesundheitliche Belastung zu reduzieren und schlechter von Hackern erreichbar zu sein.
  • Den Modus auswählen, den Ihr WLAN-Adapter im Notebook oder USB-Stick beherrscht.
  • Modus 802.11g++ aktivieren, wenn Ihr WLAN-Client auch diesen unterstützt
  • WLAN-Stationen dürfen untereinander kommunizieren aktivieren, wenn Sie mehrere WLAN-Clients (meist Notebooks oder USB-Sticks) nutzen, die zudem direkt untereinander und nicht über den WLAN-Router Daten austauschen sollen. Mir hat sich der Sinn dieser Funktion noch nicht erschlossen - ich habe sie deaktiviert.

2.3 'EINSTELLUNGEN/WLAN/SICHERHEIT':

Aktivieren Sie zunächst nur die WEP-Verschlüsselung. Sofern Ihr Client die WPA-Verschlüsselung unterstützt, können Sie nach dem Funktionieren der Verbindung diese später in der FitzBox und in den Clienteinstellungen ändern. Wählen Sie eine WEP-Schlüssellänge von 128 Bit und geben Sie eine hierbei 13-stellige Ziffernfolge ein (eine 64 Bit-Verschlüsselung schafft gelegentlich Probleme durch inkompatible Schlüssellängen bei einigen WLAN-Clients). Klicken Sie nun auf 'SCHLÜSSEL GENERIEREN' und kopieren Sie den erzeugten Hexadezimalschlüssel in ein Dokument, von wo aus Sie ihn später leicht herauskopieren können. Setzen Sie zu guter Letzt ein Häkchen vor 'Netzwerkauthentifizierung "Gemeinsam verwendet" (Shared Authentication) zulassen' Eine Unterstützung für WLAN-Repeater (WDS) ist nicht erforderlich. Damit ist der WLAN-Router eingestellt.

3.0 Einrichten des Client-Rechners mit dem WLAN-Adapter

Ich gehe davon aus, dass Sie den WLAN-Adapter laut Anleitung installiert haben und dieser vom Betriebssystem erkannt wird. Zugriff auf diesen haben Sie entweder über 'START/ VERBINDEN MIT', wobei so etwas wie 'Drahtlose Netzwerkverbindung' erscheinen müsste. Oder über das Symbol mit den zwei Bildschirmen unten rechts in der Task-Leiste neben der Uhrzeitanzeige. Klicken Sie hierauf und dann auf:

3.1 'DRAHTLOSE NETZWERKVERBINDUNG/ EIGENSCHAFTEN/ ALLGEMEIN':

Hier sind ohne manuellen Eingriff u.a. die 'Datei- und Druckerfreigabe' sowie das 'TCP/IP-Internetprotokoll' gelistet - fehlen diese, manuell nachinstallieren oder WLAN-Adaptertreiber Installation durch Löschen dieses Adapters in der Systemsteuerung erzwingen. Nur wenn Sie in einem bestehen Netzwerk feste IP-Adressen für jeden Rechner vergeben haben, müssen Sie durch Doppelklick auf 'TCP/IP-Internetprotokoll' auch hier Einstellungen manuell vornehmen. Achten sie darauf, dass unten auf dieser Registerkarte ein Häkchen vor 'Symbol im Infobereich anzeigen' gesetzt ist - das erleichtert den Zugriff auf diese Einstellungen.

3.2 'DRAHTLOSE NETZWERKVERBINDUNG/ EIGENSCHAFTEN/ AUTHENTIFIZIERUNG':

Setzen Sie einen Haken vor 'Netzwerkzugriffssteuerung mit IEEE 802 1X aktivieren'. Setzen Sie im nächsten Feld 'EA-Typ' auf 'Smartcard oder anderes Zertifikat'. Setzen sie noch einen Haken vor 'Als Computer authentifizieren, wenn Computerinformationen verfügbar sind'. 'Als Gast authentifizieren...' darunter wird nicht aktiviert. Den Button 'EIGENSCHAFTEN' etwas weiter oben auf dieser Registerkarte können Sie ignorieren - darin würde nur 'Zertifikat auf diesem Computer verwenden' aktiviert und ein Haken vor 'Serverzertifikat überprüfen' gesetzt

3.3 'DRAHTLOSE NETZWERKVERBINDUNG/ EIGENSCHAFTEN/ ERWEITERT':

Ich empfehle, bei Verwendung eines WLAN-DSL(!)-Routers hier alles zu deaktivieren - insbesondere die durchlässige XP-Firewall. Das kann das kostenlose 'ZoneAlarm' besser. Hinweis: Kunden des Providers 'Alice' müssen auf jedem einzelnen Netzwerkrechner die Einwahl ins Internet manuell einrichten, weil von 'Alice' DSL-Router seit Ende 2007 offenbar nicht mehr unterstützt werden.

3.4 'DRAHTLOSE NETZWERKVERBINDUNG/ EIGENSCHAFTEN/ DRAHTLOSE NETZWERKE':

Hier wird die Einrichtung via Windows beschrieben - also muss ein Häkchen vor 'Windows zum Konfigurieren der Einstellungen verwenden'. Alternativ könnte dieser Haken entfernt und ein Setup-Programm des WLAN-Client-Adapters (USB-Stick etc.) verwendet werden. Doch wenn Sie bis hierhin gelesen haben, wird das nicht vorhanden sein oder nicht funktioniert haben.

Weil der WLAN-Router schon fertig eingerichtet ist, muss jetzt dessen Signal unter 'Verfügbare Netzwerke' mit dem von Ihnen in dem DSL-Router gewählten Netzwerknamen (SSID) gelistet sein. Wenn es zudem schon unten unter 'Bevorzugte Netzwerke' gelistet ist, markieren Sie es dort durch anklicken und klicken dann auf den Button 'ENTFERNEN' - andernfalls können wir gleich nicht alle Einstellungen vornehmen.

Markieren Sie nun den Netzwerkname (SSID) oben unter 'Verfügbare Netzwerke' und klicken Sie dann auf den Button 'KONFIGURIEREN'. Dort muss unter 'Netzwerkname (SSID)' der im Router vergebene Name unverändert gelassen werden. Dann einen Haken vor 'Datenverschlüsselung (WEP aktiviert)' setzen. Vor 'Netzwerkauthentifizierung (gemeinsamer Modus)' kommt kein Haken. Dann nur noch ein Häkchen vor ' Schlüssel wird automatisch bereitgestellt' setzen. Der letzte Punkt 'Dies ist ein Computer mit Computernetzwerk (AdHoc)...' bleibt ohne Haken, weil dies nur für die direkte Verbindung von zwei Rechnern mit Cross-Over-Kabel ohne Hub oder Router gedacht ist. Der Netzwerkschlüssel, das Schlüsselformat etc. werden also in diesem Fenster nicht ausgefüllt.

Verlassen Sie dieses Fenster durch Klick auf 'OK' - nun sind Sie wieder im Reiter 'DRAHTLOSE NETZWERKE'. Klicken Sie zu guter Letzt dort unten auf den Button 'ERWEITERT' und markieren den obersten Eintrag 'Verfügbares Netzwerk (Zugriffspunkt bevorzugt)'. Der Rest bleibt deaktiviert. Schließen Sie dieses Fenster durch Klick auf 'SCHLIESSEN' und auch den Reiter 'DRAHTLOSE NETZWERKE' durch Klick auf 'OK'. Damit ist die Einstellung des WLAN-Clients (USB-Stick/ Notebook) abgeschlossen.

4. Das Halbfinale - Verbindung herstellen

Gehen Sie auf 'START/VERBINDEN MIT/ DRAHTLOSE NETZWERKE' und geben Sie im aufgehenden Fenster die hexadezimale Ziffernfolge ein, die Sie bei der Konfiguration des Routers in einem Dokument gespeichert haben. Bestätigen Sie die Eingabe - ab jetzt wird die Verbindung stets automatisch hergestellt.

5.0 Datei- und Ordnerzugriff auf andere Rechner einstellen

Derzeit können Sie jedoch nur via WLAN ins Internet - mehrere Rechner des Netzwerks können noch nicht aufeinander zugreifen. Hierzu müssen sie auf den Rechnern ausgewählte Ordner freigeben (Geben Sie niemals pauschal den ganzen Rechner frei - ein Hacker würde hierdurch Zugriff auf alle Daten bekommen):

5.1 Ordner auf Netzwerkrechnern zum Zugriff freigeben:

Markieren Sie im MS Windows-Explorer diejenigen Verzeichnisse, welche Sie freigeben möchten und klicken Sie - wenn der Mauszeiger darüber steht - auf die rechte Maustaste. Im aufklappenden Menü klicken Sie auf 'Freigabe und Sicherheit'. Darin wiederum unter 'Netzwerkfreigabe und Sicherheit' auf 'Diesen Ordner im Netzwerk freigeben'. Entscheiden Sie zudem, ob Netzwerkbenutzer Dateien verändern dürfen und bestätigen Sie diese Änderungen mit 'OK'.

5.2 Das Finale: Auf freigegebene Ordner im Netzwerk zugreifen

Gehen Sie auf 'START/ SUCHEN/ COMPUTER ODER PERSONEN/ NACH EINEM COMPUTER IM NETZWERK' und klicken Sie auf 'SUCHEN'. Wird der andere eingeschaltete und vernetzte Rechner jetzt nicht gelistet, geben Sie im Feld 'Computername' der Suchabfrage zusätzlich den Namen des gesuchten Rechners ein. Diesen finden Sie - natürlich am gesuchten Rechner - unter 'START/ SYSTEMSTEUERUNG/ SYSTEM/ COMPUTERNAME' unter 'Computername' - den Punkt hinter dem angezeigten Namen weglassend. Klicken Sie nochmals auf 'SUCHEN'. Spätestens jetzt müsste der zweite Rechner gefunden werden. Durch Doppelklick auf dessen Eintrag in der Ergebnisliste können Sie auf diesem entfernten Rechner im Explorer navigieren, als wären die freigegebenen Ordner auf Ihrem Rechner.


Fertig. Kaum zu glauben, dass Microsoft das nicht einfacher gebacken kriegt...

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Mittwoch, April 30, 2008

Vorsicht vor gefälschten E*TRADE-Emails

Per Mail bitte vorgeblich ein "E*Trade Financial Protection Department" um Bestätigung von Kundendaten. Machen Sie einen weiten Bogen um diese Mail - möglicherweise wird bereits beim Aufruf der verlinkten Webseite ein Virus oder Trojaner installiert.

Hinter den sichtbaren Webseiten-Link
http://online.etrade.com/...
verbirgt sich diese chinesische Webseite:
http://online.etrade.com.dinar1.xj.cn/...

Das tatsächliche Ziel ist also eine Unterseite von www.xj.cn.

Dies ist ein weiterer chinesischer Beitrag zur Völkerverständigung - ein im Vergleich zu den sonstigen dort üblichen Gepflogenheiten wie Folter, Unterdrückung, Raubbau an der Natur und der Ermordung Andersdenkender fast harmloser Angriff. Viel Spaß bei Olympia...

(Es soll Menschen geben, denen Organentnahmen an unbetäubten chinesischen politischen Gefangenen ohne Nachversorgung und Schließung der Wunde wurscht sind angesichts toller sportlicher Wettkämpfe)

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Dienstag, April 15, 2008

Web 2.0 Communities - Fluch oder Segen?

Etwas seltsames geht vor - nicht nur in unserem Lande, sondern weltweit. In dem blinden 'Web 2.0'-Hype schießen Kommunikationsportale wie Pilze aus dem Boden. Als Beispiele dieser Gattung betrachten wir Xing.de und Twitter.com - sie werden in der Web-Diskussion und den Medien zu unabdingbar wichtigen social communities hochstilisiert. Ich habe spaßeshalber einen Twitter-Account angelegt - die überflüssigste Aktion, die man im Web ausführen kann. Hierüber kann ich via PC oder Handy laufend vermelden, was ich gerade so Wichtiges mache: Ich bin auf dem Klo, ich bin in der U-Bahn, ich betanke gerade... "BUMM". Bereits mein drittes Update mit dem Text "Worin liegen Nutzen und Sinn? Ist dies die überflüssigste Web-Anwendung seit der Erfindung der Spam-Mail?" ließ sämtliche bei mir installierten Browser abstürzen. Ich bekomme diese Eilmeldung nicht hochgeladen. Jungs, wenn Ihr keine Webseiten programmieren könnt, verkauft Brötchen.

HIER WAR EIN EINGEBETTETES TWITTER-OBJEKT, WELCHES DAZU FÜHRTE, DASS DIESE SEITE ZEITWEISE NICHT ZU LADEN WAR...
So einen 'badge' können Sie auf Ihren Webseiten einbinden, so dass jeder Besucher sofort sieht, was Sie gerade tun oder denken...

Shoemoney meldete, dass ein Twitter.com Mitglied - Andrew Baron -, seine ach so wertvollen Kontakte bei Ebay zu versteigern sucht. Das derzeitige Gebot liegt bei USD 1125 für 1400 Kontakte, welche bei Twitter per Mausklick, bei Xing.de immerhin mit Worten erbeten werden - Beispiel: "Hallo, ich bin immer auf der Suche nach netten Leuten aus meiner Gegend." Oder: "Hi, ich möchte berufliche Kontakte knüpfen." Aber vielleicht bin ich nur alt oder ungerecht. Oder beides. Sicher beides. Hier ein paar andere Meinungen:
"Twitter ist für mich eher ein kleiner Marktplatz, wo man mal kurz auftaucht, was sagt und wieder geht. Gespräche über Twitter finde ich sehr nervig. Eine Frage/ Antwort/ ah, danke-Konversation ist okay, aber sobald irgendwer chattet, geht’s mir auf die Nerven. Ich finde es völlig belanglos, dass Lumma dauernd twittert, dass er jetzt boardet oder bei Starbucks ist. Aber gleichzeitig bin ich inzwischen davon überzeugt, dass die Welt aufhören würde zu existieren, wenn Lumma nicht mehr boarden würde oder bei Starbucks wäre." [Ankes Blog]

"Twitter ist wie Blogosphäre, nur im Schnelldurchlauf. Earlies - Hype - Twitter Meetings - demnächst dann Twitter-Lesungen und Abmahnungen…
" [Nico]

"Ich habe erst vor kurzem alle Messenger abgeschaltet und die Profile gelöscht. Es nervt wenn sich zwischen das was man gerade tut irgendwer mit seinem Messengerfenster dazwischen drängelt um doch nur wieder 'Wie gehts?' zu fragen. Irgendwann nervt es einfach nur noch. Twitter wird m.E. nicht viel anders sein, außer das man das belanglose Geblubber nicht mehr schwachsinnig einleiten muss, sondern direkt über allen ”Freunde” auskippt." [René Fischer]
Die Kontaktdaten sind für den Käufer vermutlich wertlos. Aber warum ist diese Auktion so erfolgreich? Warum haben Xing.de und Co so großen Zulauf? Um es salopp zu formulieren bedienen viele Portale das Ego des naiven Internet-Nutzers. Fast jedes Mitglied dieser Communities glaubt, hieraus Vorteile zu ziehen - beispielsweise Aufträge oder aber qualifizierte Business-Kontakte zu bekommen, aus denen sich Aufträge generieren könnten. Gerade Xing.de scheint voller Menschen, die sich mit Profilen schmücken, die ihre Träume wiederspiegeln: Ich wäre gern Web-Designer, Autor, Advertiser etc. und möchte davon leben können. Dagegen ist nichts einzuwenden, doch ist die Illusion, diese Communities könnten hierbei in irgend einer Weise hilfreich sein, zeit- und geldraubend. Sollte jedoch wirklich einmal jemand einen Auftrag allein aus seinen Kontakten generiert haben, die nicht schon vor dem Eintritt bei Xing.de bestanden, bitte ich um Nachsicht und Nachricht.

Weil sich dort fast ausschließlich Arbeitssuchende tummeln, ist auf Xing.de und Co nichts so rar wie zu vergebende Arbeiten. Stattdessen klopfen sich die Mitglieder gegenseitig auf die Schultern und verschwenden Stunde um Stunde, um sich in Gruppen anzumelden, bekannt zu machen, mit anderen Suchenden zu kommunizieren oder gar in die 'PremiumWorld' einzutauchen, in der es einen Gutschein für Google-AdWords gibt, einen Gutschein für einen DSL-Provider, Rabatt für eine Autovermietung und auf 'Standard-Englischkurse'. Die Deutsche Bank gibt 50 Prozent Rabatt auf eine 'Xing- Kreditkarte' , die Allianz 'Xing- Exklusivtarife', selbst Leser für Burda-Direkt darf man werben und sich einen "trendigen iPod shuffle sichern".

Doch wer sich als 'einfaches Mitglied' kostenlos angemeldet hat, merkt schnell, dass ohne die 'Premium- Mitgliedschaft' für gut sechs Euro im Monat nichts geht - keine Suche nach anderen Mitgliedern, kein Anzeigen einer eigenen Kontakt-Emailadresse, kein gar nichts. Man ist mit seinen Stammdaten drin und ist - sofern man derartige Communities ernst nimmt, unglücklich. Und zahlt dann doch, denn wer einen Mangel an Aufträgen abstellen will, muss eben investieren. Vielleicht wäre jedoch das Geld in Kleinanzeigen besser angelegt.

Doch warum schert mich das alles? Ein Blogger hatte eine geschlossene 'Gruppe' zu einem mich interessierenden Thema bei Xing gegründet. Um dort reinzuschauen, musste ich mich anmelden. Vordergründig geht dies nur, wenn man entweder eine eigene Firma besitzt oder irgendwo fest angestellt ist - andere Alternativen ließ das Anmeldeformular nicht zu. Freiberufler ohne Firmenanschrift oder gar eine schnöde Hausfrau auf der Suche nach Nebenjobs zu sein ist offensichtlich Xing.de unwürdig.

Und so habe ich eiskalt gelogen, mir unter falschen Tätigkeitsangaben vermutlich illegal Zugang zu einer Community verschafft, in der ich mich schon bald unter Meinesgleichen fühlen konnte. Eine Community der Suchenden und Träumer. Zwar gibt es Gruppen, welche die Jobsuche strukturieren, doch ändert dieses nichts am ungünstigen Verhältnis von Angebot und Nachfrage zum Faktor Arbeit. Auch gibt es für dieses vom Hause aus nicht vorhandene essentielle Feature weder eine brauchbare Suchfunktion noch eine differenzierende Sortierung noch eine Aussortierung der Karteileichen. Dafür jedoch - quasi als Ausgleich - viel Eigenwerbung. Und wenigstens die ist erfolgreich.

Nachtrag: Kaum einen Tag nach der Anmeldung hatte ich die erste Kontaktanfrage im Briefkasten: "S. S. möchte Sie auf XING als Kontakt hinzufügen: 'Hallo, ich bin immer auf der Suche...'"

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Samstag, März 15, 2008

China - jetzt No.1-Nation im Internet

Erstmals sind mehr Chinesen mit dem Internet verbunden als US-Amerikaner. Dieses Land holt in einem atemberaubenden Tempo die letzten fünfzig Jahre der Industrialisierung nach. Es steht außer Zweifel, dass die asiatische Region in absehbarer Zeit die Vorherrschaft in Technologie und Entwicklung übernehmen wird. Es ist nur eine Frage von Jahren, bis sich beispielsweise der westliche Internet-User an chinesische Technologien anpassen und sie verstehen muss. Derzeit sind die uns vertrauten Programmiersprachen wie C, Delphi, PHP, Java, Javascript, CSS, HTML u.a. westlichem know how entsprungen. Spätere Generationen hiervon und asiatische Eigenentwicklungen werden für uns Großnasen nicht mehr so einfach zu händeln sein.

Ein Baustein zu diesem Erfolg ist die chinesische Tradition des Nachmachens. Während es in der westlichen Zivilisation verpönt ist und sanktioniert wird, ist dies ein integraler Bestandteil der chinesischen Kultur. Das 'chinesische Lernprinzip' geht auf die hochgeachteten Überlieferungen chinesischer Weiser wie Konfuzius zurück, welche zwar keiner Religion entsprechen, aber von den Chinesen wie eine solche respektiert werden. Dieser Umgang mit fremden know how bringt die chinesische Wirtschaft in eine hervorragende Position im Wettbewerb. Hinzu kommt sozusagen als Brandbeschleuniger, dass westliche Staaten und Unternehmen nur zu gerne eines kurzfristigen wirtschaftlichen Vorteils wegen ihre Technologien an China verscherbeln - sie wollen um jeden Preis ein Bein in den chinesischen Markt bekommen. Das wird ihnen auch gewährt, doch werden sie in wenigen Jahren um ihr Wissen betrogen auf Krücken nach Hause humpeln.

Wenn man es mit einem mächtigen Gegner zu tun hat - und das ist China für alle westlichen Unternehmen und Staaten -, dann muss man ihn einschätzen können. Und dazu gehört unabdingbar, seine Sprache zu beherrschen, diese verstehen und lesen zu können. Derzeit lassen sich westliche Unternehmen und Staaten ebenso leicht ausnehmen wie einst die afrikanischen Ureinwohner und deren Staatsführer - und sind damit die Verlierer in einer Beziehung, in der sie sich als Profiteur wähnen. Andersherum kann man sich das Erlernen von chinesischer Schrift und Sprache ersparen, wenn man diesen Markt nicht bedient. Langfristig zahlte es sich aus. Und als schönen Nebeneffekt könnten westliche Medien, Staatsmänner und -frauen endlich wieder die unsäglichen Menschenrechtsverletzungen in China monieren, anprangern und sanktionieren. Denn derzeit machen sich Merkel, Bush & Co indirekt zu Mittätern derjenigen, die Tag für Tag den in chinesischen Gefängnissen Einsitzenden ohne Betäubung und Nachversorgung die Nieren aus dem Körper herausschneiden, um sie an zahlungsfähige Kranke - auch aus dem Ausland - zu verkaufen. Dieses Verfahren der chinesischen Regierung mit Falun-Gong-Opfern ist dokumentiert durch Menschenrechts- Organisationen. Und es gibt weitere sehr grausame Foltermethoden, die systematisch angewandt werden.

Doch sowohl die politische als auch die Wirtschaftselite schauen darüber hinweg, während sie mit der chinesischen Führung schachern. Der internationale Gerichtshof - eine vom Westen initiierte an sich lobenswerte Einrichtung - hält sich aufgrund seiner von Politikern, insbesondere der USA gesetzten Befugnisse für nicht zuständig. Und so sind unsere 'Eliten' zu Täter geworden in ihrer nicht wahrgenommenen Verantwortung, dem Unterlassen der Hilfeleistung an den Opfern des chinesischen Staatsapparates.

Gute Nacht, lieber Westen, schlafe gut weiter - lasse Dich nur nicht stören...

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Samstag, März 08, 2008

Blogger's Verantwortung

Eine Vielzahl der Blogs dient der Werbung, andere sind belanglos. Von dieser Masse hebt sich die Gruppe der lesenswerten Blogs wohltuend ab - Basic Thinking Blog, MC Winkel und ShoeMoney sind beispielhaft zu nennen. Doch gibt es unter den Platzhirschen eine kleine Anzahl schwarzer Schafe, die aufgrund ihres Verbreitungsgrades meinungsbildend wirken, jedoch im 'Bildzeitungsstil' indoktrinieren und die Blogsphäre hierüber extrem polarisieren.

Von Letzteren soll hier berichtet werden. Die Übelsten dieser Üblen sind diejenigen Blogs, die vorgebliches Insiderwissen anonym verbreiten. Die diversen Poster der Blogs AdScam und AgencySpy wirken ängstlich aus der Anonymität heraus. Sie verteilen ihre nicht verifizierten Informationen an eine zur Differenzierung unfähige Leserschaft, die sie aufsaugen wie der Bildleser die Schlagzeile des Tages. Auf der Strecke bleiben Recherche, Sachlichkeit und damit die Seriosität sowie die Verantwortung des Bloggers. Doch ich höre schon die Gegenstimmen: 'Verantwortung? Mann, wenn ich das schon hör'. Das ist ein Blog - sonst nix.'

Jedoch können die gutbesuchten Blogs ähnlich vielzitierter Zeitungen über Hetzkampagnen durchaus Menschen in den Tod treiben. Die New York Times nimmt dies an im Falle des durch Selbstmord ums Leben gekommenen Paul Tilley. Tilley war in der Führungsriege der US-amerikanischen Werbeagentur DDB. Seine wohl bekannteste Kampagne war diejenige mit dem 'Ich liebe es' -Slogan für die Fastfoodkette Mc Donalds. Er hatte sich im letzten Monat aus dem Fenster eines Hotelzimmers gestürzt, nachdem er in diversen anonymen und aggressiv gehaltenen Blogbeiträgen attackiert worden war. Zwar räumt einer der Betreiber des involvierten Blogs AdScam nach dem Todesfall ein, dass "die Atmosphäre hier schon ein bisschen säurehaltiger" sei, doch so seien nunmal die Bedingungen in diesem Geschäft. Diese Formulierung offenbart den Zynismus eines Serienkillers. Nur dass dieser von der Exekutive zivilisierter Staaten gesucht und abgeurteilt werden würde. Darum bleiben sie anonym - wohlwissend, welch Schindluder, welch schmutziges Geschäft sie betreiben. So schmutzig, dass sie keinesfalls selbst hiermit in Verbindung gebracht werden wollen. Die englischsprachige Autorin Nina Disesa, Chairman und chief creative officer bei der Werbeagentur McCann-Erickson, sagte dazu in einem Videopost:
"Ich denke, Blogs können jemandem wirklich Schaden zufügen, wenn sie gemein, brutal und vor allem anonym über andere berichten. Viele Menschen da draußen wollen zwar nicht ihren Namen unter die furchtbaren Dinge setzen, die sie über andere Menschen in Umlauf bringen. Doch wenn jemand nicht den Mumm hat, seinen Namen unter einen Kommentar zu setzen, dann sollte er auch nicht die öffentliche Plattform erhalten, sich so destruktiv über andere zu äußern."
Und diese Schmähungen verschwinden nicht - anders als diejenigen einer nur gedruckten Tageszeitung. Sie sind nur einmal googeln von jedem Nutzer des Internets entfernt. Nina Disesa wurde übrigens für diese Aussage heftigst attackiert - in anonymen Kommentaren. Ein Beispiel: "Nina Disesa hasst Dich, mich und alle, die Blogs mögen". Diesem Grad an Dummheit gekoppelt mit Aggressivität und Unverschämtheit ist durch Appelle nicht beizukommen - so bedarf es auch im Schwellenland USA gesetzlicher Regelungen mit Sanktionen für üble Nachrede und Verleumdung - ähnlich wie es hier in Deutschland gehalten wird.

Es ist an der Zeit, die Blogbetreiber einerseits als meinungsbildenden Faktor der Medienlandschaft anzuerkennen, sie aber andererseits in die Pflicht zu nehmen, ihre Beiträge nach journalistischen Grundsätzen sorgfältig zu recherchieren und für deren Aussagen gerade zu stehen. Dies muss ebenso für zugelassene Kommentare gelten, über die andernfalls quasi ersatzweise verleumderische, nicht überprüfbare Gerüchte verbreitet werden könnten. Erfüllt ein Kommentar dieses Kriterium, gehört er binnen einer Frist gelöscht. Ohne wenn und aber.

Wer nun noch die Macht mancher Blogs, deren Öffentlichkeitswirkung bezweifele, der sei an das abrupte Ende der Karriere des Bush-Mitarbeiters Timothy Goeglein erinnert. Der Verbindungsmann zum konservativen Republikanerflügel und rechte Hand vom früheren Chefstrategen Rove schrieb privat für den News-Sentinel, ein lokales Käseblatt in der Heimatstadt Goegleins. Eine Bloggerin, Nancy Hall, fand heraus, dass Goeglein einen großen Teil seiner im Provinzblatt veröffentlichten Beiträge ungefragt via Copy und Paste aus fremden Artikeln entliehen hatte. An einem Freitagmorgen um 7:38 Uhr veröffentlichte sie Ihre Erkenntnis in einem Post. Andere Blogs griffen die Geschichte umgehend auf. Um 11:30 Uhr desselben Vormittags räumte Goeglein die Vorwürfe ein. Am Abend trat er zurück. Die übernehmenden Blogger hatten keine Zeit zur Reflektion, zur Überprüfung der Fakten - es war einmal mehr ein blindes Aufspringen auf den Zug der Lemminge. Nur dass diese Meldung dieses Mal korrekt und gut recherchiert war. Doch wie oft ist sie es nicht?

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Freitag, März 07, 2008

Technischer Hintergrund der NZ-Online

Die Online-Publikation Niendorfer Zeitung kommt daher wie eine Tageszeitung. So sieht man nicht auf Anhieb, dass hinter ihren Seiten eine vollautomatische Logik für Darstellung und Organisation der Inhalte steht. Lediglich die Artikel werden noch von Menschen geschrieben, die Präsentation dagegen erfolgt ohne manuellen Eingriff, ohne Satz der Texte, ohne manuelles Layout und auch ohne redaktionelle Entscheidungen, wo welcher Beitrag zu platzieren ist.

Das Layout- und Content-System der Niendorfer Zeitung besteht aus drei Säulen:
  1. dem CSS-basierten Layout,
  2. dem PHP gesteuerten Content Management System (CMS), welches die Inhalte sucht, herbeischafft und grob einsetzt
  3. und der Javascript basierten Fein-Verteilung in Spalten und Rubriken.
Hierüber ist es möglich, Publikationen wie diese im beliebigen Layout mit minimaler Manpower zu realisieren. Erhöhte Sicherheitseinstellungen wie beispielsweise ein abgeschaltetes Javascript sind für die Funktionalität kein Problem - in diesem Fall würden der Text nicht in Spalten dargestellt werden und ein Content-Ausgleich der Rubriken entfallen.

So bietet sich dieses System beispielsweise auch für Unternehmen und Vereine an, die regelmäßig Texte aus bestimmten Quellen zusammenführen und online stellen. Das Layout ist frei wählbar. Eine MySQL- Datenbank ist nicht erforderlich. Mögliche Anwendungsbereiche sind somit interne Mitarbeiter -Informationssysteme ebenso wie den Kunden fokussierende Newsletter, Hauszeitungen oder Infobriefe. Einmal eingerichtet, kann es bei Beibehaltung der Strukturen auf unbegrenzte Dauer ohne manuellen Eingriff genutzt werden. Das System ist jedoch nicht zur Selbstinstallation geeignet, weswegen der Vertrieb mit dessen Einrichtung gekoppelt ist.

Schöne neue Internet-Welt. Oder mögen Sie's doch lieber von Hand gemacht?

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Samstag, März 01, 2008

Sinkende Einnahmen für Google-Adsense Publisher?

Im AdSense-Forum wird in regelmäßigen Abständen ein Einkommensrückgang vermeldet mit der Frage nach den Ursachen. Der Tenor ist, es gäbe mehr Konkurrenz bei den Publishern - unter anderem durch Arbitrage, wodurch sich der Werbekuchen auf mehr Publisher verteilen würde. Die Arbitrage verhält sich jedoch einkommensneutral - es werden AdWords-Anzeigen geschaltet, um den eigenen AdSense-Umsatz zu steigern.

Eine Zunahme der Gesamtzahl aller Publisher würde dagegen zu Umsatzeinbußen führen - sofern dies der Fall ist. Von Google werden jedoch keine genauen Daten zum Verhältnis der Publisher zu den Werbenden veröffentlicht. Wenn ich mir meine eigenen Daten ansehe, stelle ich fest, dass sich der tatsächlich je Klick gezahlte, durchschnittliche Betrag seit dem Jahr 2004 nicht verändert hat. Erhebliche monatliche Schwankungen gibt es hier zwar, aber im Mittel gleichen sich diese aus. Dies spricht gegen ein neues Ungleichgewicht im Verhältnis der Publisher zu den Werbenden.

Was jedoch zurückgegangen ist, ist die Klickhäufigkeit. Diese ist einerseits abhängig vom Inhalt und der Qualität der geschalteten Anzeigen, aber auch von den technischen Vorgaben durch Google AdSense. Und diese sind es, welche im Dezember 2007 erheblich zum Nachteil der Publisher verändert wurden. Seit diesem Zeitpunkt muss ein Besucher schon genau auf den in der Textanzeige befindlichen Link klicken, um eine Aktion auszulösen. Zuvor genügte es, irgendwo in die Anzeigenfläche hinein zu klicken. Seither verzeichnet beispielsweise das chinnow network einen Umsatzrückgang um etwa ein Drittel.

Dennoch - AdSense ist für die Vielzahl der Publisher dasjenige Programm, welches mit dem geringsten Aufwand einen konstanten, relativ hohen Ertrag liefert. Also Gemach, liebe Kollegen Publisher...

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Donnerstag, Februar 21, 2008

Neues Nachrichtenportal 'Zoomer.de'

Das hat es - soweit meine Augen schauen können - noch nicht gegeben: Ein Online-Nachrichtenportal, bei dem die Besucher über die Reihenfolge und Bedeutung der Meldungen entscheiden. Separiert wird ganz simpel über die Häufigkeit des Aufrufs. Jedes andere Portal - einschließlich der NZ-Online (Niendorfer Nachrichten), die ich herausgebe - zwingt dem Leser seine Choreographie auf. Alleine diese Idee ist preisverdächtig. Und sollte auch in der NZ dereinst realisiert werden.

Weitere Ideen: Das Nachrichtengenre ist bunt gemischt, was den sich verändernden Lesegewohnheiten der Internetnutzer entspricht. Ein attraktives Thema des einen Ressorts steht neben dem attraktiven Thema eines anderen Ressorts. Was auf den ersten flüchtigen Blick wie eine unpassende Kombination erscheinen mag, wird durch die Gewöhnung an's Zappen zu einem bekömmlichen Mix. Es macht Spaß, dort zu blättern. Und seinen Senf dazuzugeben. Denn zumindest nach der hinter dem Konzept stehenden Idee soll der User alles kommentieren und bewerten können. Allerdings funktioniert das noch nicht überall oder aber meine Brillengläser waren beschlagen - ich fand das oft nicht. Und was ich fand, konnte ich nicht bedienen. Beispielsweise eine lustige Reihe bunter Punkte, in deren Mitte eine Zahl steht - man kann nicht drauf klicken und man kann die Zahl nicht überschreiben. Ich hätte schon gern gewusst, was das ist und wie das funktioniert. Ein Tipp unter Kollegen an die Redaktion: Mini-Tooltips für die Web 2.0 -Elemente wären hilfreich, ersparten eine FAQ. [Anmerkung: Es wurde nachgebessert]

Zurück zum Konzept: All das Gesagte beinhaltet, dass Äußerungen der Besucher ernst genommen und entsprechend positioniert werden. Das ist gut so, doch irritiert andererseits, wenn beispielsweise 'Sascha1994' an das Verantwortungsbewusstsein der Länder Serbien und Kosovo appelliert. Hervorgehoben in einem Überschriftsblock, möglicherweise direkt über ähnliche Worte der Bundeskanzlerin. Doch ist dies gut, es muss gut sein, denn ein 'Wasch mich, aber mach mich nicht nass' gibt es bekanntlich nicht. Will meinen, wenn man den User zum Publisher erhebt, dann ist dessen Beitrag auch Bestandteil der Meldungen. Ob dies aus Journalistensicht positiv ist, sei dahingestellt - den Besucher ansprechend ist es allemal.

Kommen wir zu dem letzten Highlight, welches ich durch meine beschlagene Brille wahrnehmen konnte: Ulrich Wickert ist als Mitherausgeber ein Garant für seriösen Journalismus überhaupt. Solange dieser Mann an Bord ist, wird das Schiff vermutlich gehobenen Ansprüchen gerecht - sollte man denken. Auch mit ihm auf dem Oberdeck sehe ich eine latente Gefahr, dass vor lauter Web 2.0 -Konformismus die Qualität der Beiträge dahingehen könnte. Negativ fällt auf, dass die Userkommentare, die Blogs und Wickerts Kolumne die einzigen für dieses Portal geschriebenen Inhalte sind - alle weiteren gut geschriebenen Beiträge scheinen kopiertes Material der DPA und anderer Quellen zu sein. Es wäre den Machern anzuraten, den Anteil eigener qualitativ hochwertiger(!) Texte auszubauen - dem ganzen 'eine Handschrift' zu geben. Und noch ein freundlicher Hinweis: Wenn unter dem großen Startseiten-Titel 'Hillary setzt auf Kuschelkurs' auf der Unterseite nur der folgende Miniatur-Artikel erscheint, ist das zuwenig:
"Die große Schlammschlacht bleibt aus. Bei der Fernsehdebatte setzt Hillary Clinton auf milde Töne und punktet mit menschlichen Äußerungen. Differenzen zu Obama zeigen sich besonders in der Kuba-Politik." [Link zum Text]

Etwas mehr journalistische Arbeit muss folgen - sonst ist zoomer.de verwechselbar. Sollte, wollte, könnte - ich wünsche Zoomer.de viel Erfolg. Aber Ulrichs Kolumne 'Die Linken umarmen, um sie zu erdrücken' hätte ich schon gerne gelesen - doch auf der Seite fand sich derzeit nur ein Einleitungssatz...

Nachtrag 27.2.08: Manches wurde in der Zwischenzeit verbessert, manches scheint verloren. Es gibt Beiträge, die sind so erbärmlich schlecht, dass sie schon in einem NoName-Blog ärgerlich wären. Dazu passt das beleidigte Greinen eines anonym bleibenden Zoomer- "Innenleben"- Bloggers, der rundweg auf alles schimpft, was 'sein' Portal in der Medienlandschaft nicht positiv bewertet. Formulierungen wie
"da ist bei einigen auch wirklich grober Unfug raus gekommen, selbst bei etablierten und angeblich so hochwertigen Medien ... Als ob wir je so etwas behauptet hätten ... Foulspiel. Wir können nichts dafür, lieber Herr Patalong, dass Sie die rechte Spalte nicht gefunden haben (oder nicht finden wollten). Dass der Spiegel allerdings derart bösartig desinformiert, hätten wir nicht gedacht. Das ist nicht nur albern, was Sie da schreiben, sondern schlicht falsch. Wer sich aufs hohe Ross setzt, sollte wenigstens saubere Arbeit abliefern, finde ich ... wollen sie partout, dass wir uns gefälligst so zu verhalten und zu organisieren haben wie sie ... Es kommt noch schlimmer"
sind nicht nur sprachlich unsauber und unsachlich, diese würde sich ein gestandener Journalist oder aber dessen Herausgeber und zur Not der Verleger verbitten. Sollte daher vielleicht nicht die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck, sondern am Ende das "BILD" verbrechende Axel Springer-Haus hinter diesem Angebot stecken?

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Freitag, Februar 08, 2008

Urheberecht im Internet - was ist erlaubt?

Früher oder später wird jeder Internet-Nutzer mit dieser Problematik konfrontiert - ob er es bemerkt oder nicht. Denn spätestens beim Kopieren von Texten oder dem Rauf- und Runterladen von Dateien wird es eng. Schauen wir einmal, was noch erlaubt ist:
  • Publizieren von eigenen Inhalten - gleich ob Texte, Programme, Grafiken, Bilder, Musik, Videos oder Filme, auf denen keine weiteren Personen erkennbar sind
  • Publizieren von unter der 'Creative Commons Lizenz' veröffentlichten Inhalten - in der Regel muss auf den Lizenztext verlinkt und dieser mit veröffentlicht werden. Allerdings sind hier verschiene Grade der Freigabe zu beachten.
  • Zitieren von kurzen Textauszügen fremder Inhalte, wenn diese entsprechend dem Zitierrecht unter Angabe der Quelle gekennzeichnet sind. Beispiel: [André Chinnow "Tipps zu Google-AdSense™" Hamburg 2007]
  • Publizieren von Bildern, Videos oder Filmen, auf denen nur Stars, Politiker oder Berühmtheiten erkennbar sind
  • Das Ansehen von Videos beispielsweise auf Youtube.de - selbst dann, wenn diese Urheberrechte verletzen
Und was ist verboten?
  • Das Herunterladen und Publizieren fremder Inhalten - auch ohne kommerzielle Interessen - ohne dem Vorliegen einer Genehmigung des Rechteinhabers. Hierbei ist es gleichgültig, ob es sich um Texte, Programme, Grafiken, Bilder, Musik, Videos oder Filme handelt.
  • Dito Videos von Youtube.de herunterzuladen oder anders herum auf Youtube zu publizieren, wenn diese Urheberrechte verletzen
  • Das Publizieren von Bilder, Videos und Filmen, auf denen weitere Personen ohne dem Vorliegen ihrer Einverständniserklärung erkennbar sind
Im Grunde ist das System so einfach wie Brötchen holen: Will man sie nicht selber machen, muss man sie bezahlen. Oder wenigstens fragen, bevor man sie sich nimmt...

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Donnerstag, Februar 07, 2008

Google erweitert sein Angebot

So schnell wie Google™ seine Funktionalität erweitert und neue Dienste anbietet, kann man (fast) gar nicht schreiben. Jetzt ist es ein kostenloser Online-Speicherplatz, der via FTP-Verbindung wie eine Festplatte nutzbar sein wird. Das System ist noch in der internen Erprobung, soll aber innerhalb der ersten Jahreshälfte 2008 für alle User geöffnet werden.

Sinn des Ganzen ist, von jedem Ort der Welt aus auf seine Daten, Filme, Videos, Bilder und Musik zugreifen zu können - sofern es einen Internetanschluss gibt. So bräuchte man unterwegs kein Notebook mitzunehmen oder es reicht eines mit kleiner Festplatte.

Dieses Angebot Googles wird zweifellos wieder durchdacht und funktional sein - doch sollten wir uns nicht langsam Sorgen machen angesichts der Masse persönlicher Daten, die dereinst in der Hand eines einzigen Weltkonzerns liegen werden? Google kennt damit alle unsere Vorlieben, Einkaufsgewohnheiten, Surfgewohnheiten und hätte dann auch noch unsere persönlichen Daten im potentiellen Zugriff. Damit ist jeder Betroffene diesem Konzern-Monopol ausgeliefert und erpressbar. Nicht, dass ich Google dies unterstellen würde, aber dem derzeitigen amerikanischen Präsidenten samt seinen Geheimdiensten und damit dem Gestalter von Googles gesetzlichen Rahmenbedingungen ist dies durchaus zuzutrauen. Zwar interessiert sich beispielsweise die CIA nicht für so kleine Leuchten wie mich, doch es gibt auch größere. Vielleicht Dich.

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Dienstag, Februar 05, 2008

Der Weltwahn(sinn)

Was verbindet eine Pizza-Bestellung in einem Kaff im Nordwesten der USA, eine Milliarde Asiaten und die Entscheidung eines Kapitäns, gut acht Kilometer vor Alexandria/Ägypten zu ankern? Sie verbindet ein Backbone-Unterseekabel, das Letzterer durchtrennte und damit unter anderem den ägyptischen Börsenhandel zum erliegen brachte. Über diese Leitung kommuniziert aber auch Indien mit Europa und den USA. Und weil nun der durchschnittliche Amerikaner niemals zu Fuß geht, um sich beispielsweise eine Pizza zu holen, bestellt er telefonisch. Was dieser oft nicht bemerkt - er redet nicht mit jemanden aus seiner Pizzeria zwei Straßen weiter, die ihm die Pizza Marinara gleich ausliefert, sondern mit dem Angestellten eines indischen Call-Centers, zu welchem der Dienst der Bestellungsaufnahme vom Pizza-Chef outgesourct wurde. Motto: "ItalienischerPizza Hut goes India und liefert in den USA."

Blöder geht's nicht, denn ankert nun irgend ein Dummerjan genau über dem in Seekarten verzeichneten Kabel, muss die Bestellannahme passen. Denn mal eben rüberrufen ist nicht. Und wie geht es weiter? Die Betreiber der Unterseeleitung versuchen nun, parallel Daten via Satellit zu senden und Kapazitäten auf anderen Leitungen anzumieten wie beispielsweise auf derjenigen um Südafrika herum. Und man versucht eine Reparatur via Taucher und Mini-U-Boot. Denn irgendwas geht ja bekanntlich immer.

Nur gut, dass wir nicht schon den Mars besiedelt haben...

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Sonntag, Januar 27, 2008

Ebay™ verliert den Boden unter den Füssen

Massenabmahnungen von Händlern durch ungezählte Abmahnvereine und Rechtsanwälte machen der Online-Plattform Ebay™ das Leben schwer. Das Versteigerungshaus kämpft gegen einen massiven Mitgliederschwund und wird das bevorstehende zehnjährige Jubiläum wohl nur noch in der Werbung feiern.

Vor zehn Jahren mit dreißig Angestellten gestartet ist das Unternehmen heute fünfzehntausend Mitarbeiter schwer. Die Masse der Mitarbeiter ist jedoch kein Garant für Qualität. Denn der Service lässt - so sagen Anwender - zu wünschen übrig, Kontakte zu Ebay-Mitarbeitern sind häufig nicht aufzubauen. Selbst wer beispielsweise einmal ein Ebay-Konto eröffnet hat und es wieder löschen möchte, steht vor einer nicht einfachen Aufgabe.

So meldet Ebay zwar weltweit 247 Millionen registrierte Mitglieder. Doch nach Expertenschätzungen sind hiervon inzwischen etwa zwei Drittel Karteileichen - mit steigender Tendenz. Andere, für die Nutzer vergleichsweise risikolose Plattformen wie kijiji.de freuen sich dagegen über gute Zuwachsraten. Wenn Ebay es nicht schafft, seinen Anbietern sowohl eine sichere, nicht juristisch anfechtbare Plattform zu bieten und dazu ein attraktives Gebührenmodell, ist diese Versteigerungs-Plattform ein Auslaufmodell.

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Montag, Januar 21, 2008

WLAN- Netzwerke hacken?

Es könnte alles so einfach sein - Sie haben Zuhause oder in Ihrer Firma ein WLAN-Netzwerk, laden sich von der Herstellerseite Ihres Betriebssystemherstellers oder-distributors ein Analysetool herunter, installieren es via Setup-Routine und checken, wie gut Ihr drahtloses Netzwerk geschützt ist. Das Ergebnis eines simulierten Hackerangriffs wird Ihnen auf einer Skala von 1 bis 10 zusammen mit einer Liste von Hinweisen zur Optimierung angezeigt.

Die Wirklichkeit ist das genaue Spiegelbild - Sie laden von nicht vertrauenswürdigen Seiten sogenannte Hackertools herunter, installieren diese ohne Setup-Routine und ohne Anleitung/Manual und spätestens nach dem vierten installierten Tool (die anderen haben Sie nicht zum Laufen gebracht) ist Ihr Rechner völlig mit Trojanern und Rootkits verseucht. Denn die Leute, die so tief in die Materie eindringen, um eine solche Software mehr schlecht als recht zustande zu bringen, produzieren jedenfalls raffiniertere Schadware als der Shareware-Hersteller, der das hundertste Backup-Programm auf den Markt wirft.

Nicht nebenbei bemerkt: Nach dieser Aktion ist auch die neue Stasi - unser Staatsschutz-Innenminister Schäuble hinter Ihnen her wie der Teufel hinter der armen Seele. Denn seit Jahresbeginn ist die Nutzung derartiger Analyseprogramme in diesem unseren Lande verboten. Wer nun also sein System auf Widerstandsfähigkeit testen lassen will, muss seine Firma oder seinen Privathaushalt zwangsläufig gen Osten, Westen, Süden oder Norden verlegen. Überall geht's, nur nicht hier. Jeder IT-Sicherheitsprofi macht sich ab sofort strafbar, wenn er es denn selbst mit Auftrag des Netzwerkbetreibers versuchte.

Schützen Sie sich also legal: Via Hard- und Software-Firewall, Viren- und mehreren Trojanerscannern und 'Systemwiederherstellungspunkten'.
Warum nun die Sicherheitsanalyse verboten ist? Na, ganz einfach - Schäubles Staatsschutz hat selbst eine Schadware, einen Trojaner mehr schlecht als recht entwickelt. Und in dessen Schatten kann sich eine Schadware sicher fühlen. Danke Wolfgang.

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Mittwoch, Januar 02, 2008

Spieß umdrehen - bei den Chinesen abkupfern?

Ich mag chinesische Webseiten. Sie sind so erfrischend anders. Weiche Bonbonfarben - rosé, hellblau - dominieren. Wenn es dort Werbung gibt, ist sie zum einen nicht von Google und zum anderen nicht zu identifizieren. Die HTML und CSS-Strukturen scheinen jedoch durchweg von amerikanischen Seiten entliehen zu sein - und dann in der Feinanpassung an Geschmack und Style der chineese people angepasst.

Dieses Zugeständnis an westliche Standards ist für die Chinesen notwendig - andernfalls könnte kein Ausländer auf deren dann eigenständiges Internet zugreifen. Vordergründig haben wir also die Nase vorn - Geld und Wachstum dagegen finden wir zunehmend in den aufstrebenden Schwellenländern des fernen Ostens. Zwar ist die USA auch ein Schwellenland - die einen sind jedoch aufsteigend, das andere ist absteigend.

Ich werde den Spieß umdrehen und gelegentlich etwas von den Chinesen raubkopieren - zum Beispiel Layoutelemente. 'Inspirieren lassen' ist hierfür ein schönerer Begriff. Tatsächlich wird ab einem bestimmten Volumen an Websites kaum noch ein Design neu erfunden. Alle Webseiten sind Verschnitte von anderen Webseiten, kreatives Neues fast nicht mehr zu entdecken. Gerade deswegen ist das deutsche Urheberrecht absurd. Zudem schützt dieses 'Recht' den Bestandteil einer Webpräsenz, welcher mit dem eigentlichen Content, also den zu publizierenden Inhalten nicht das Geringste zu tun hat. Dieser jedoch ist jedoch nach meiner Auffassung das eigentlich schützenswerte, der 'Wert' eines Publishers.

Dieser Content könnte übrigens durch simple Übermittlung an einen Hinterlegungs-Dienst ohne Aufwand und Brimborium geschützt werden, so dass das aufwendige und teuere notarielle Hinterlegen entfällt. Zwar mag einem solchen Service die Beweiskraft einer notariellen Hinterlegung abgehen, doch wäre diese immerhin ein Beleg in einer urheberrechtlichen Auseinandersetzung. Aufgenommen werden dürften nur Seiten, welche sich bei einer Prüfung via Google oder copyscape als 'unique content' beweisen.

Hat irgendwer Lust, Zeit, Motivation und das Können, um einen solchen Online-Dienst zu begründen?

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Samstag, Dezember 29, 2007

Content gestohlen - und die Folgen

Mal wieder wurde Content von meiner Seite ungefragt ausgeliehen - dieses Mal traf es den 'Blog.Merkwürdigkeiten' - und zwar komplett von vorne bis hinten, vom ersten bis zum letzten Post.

Ich mag es, zitiert zu werden und ich könnte damit leben, unter Verlinkung der Quelle kopiert zu werden. Wenn durch Letzteres jedoch meine Seite im Google-Index zurückgestuft wird, kann ich es nicht mehr hinnehmen. Nun ist es jedoch aufwendig, in regelmäßigen Abständen nach 'duplicate content' der eigenen Seiten im Web zu suchen. Weil einzelne Posts oder ganze Blogs vorzugsweise via RSS-Feeds gestohlen werden, habe ich heute meine Feeds abgeschaltet und den Feedburner-Account gelöscht. Ich verstehe es, wenn diese Entscheidung bei einigen meiner Abonnenten nicht gut ankommt. Von zwei Übeln ist dies jedoch das Kleinere - die Alternative wäre, im Google-Index immer wieder einmal zurückgestuft zu werden. Denn es ist nahezu unmöglich, Webpiraten das Raubkopieren auszureden - selbst wenn es möglich sein sollte, einen Kontakt zu den Publishern der meist anonymen Seiten herzustellen. Fast alle sitzen mit ihrer Domain im unregulierten Ausland und husten mir was, wenn ich Ihnen mit sowas wie Urheberrecht oder Nachteile im Indexing komme.

Langer rede, kurzer Sinn: Ich stehe zu diesem Schritt, aber ich bedaure ihn zugleich. Sorry.

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